Immobilienfonds ermöglichen Geldanlegern die Teilhabe an großen Gewerbeimmobilien, Geschäftszentren oder auch Mehrfamilienhäusern. So werden Projekte in der Größenordnung von Millionen nicht von einem einzelnen Investor gestemmt, sondern auf viele Schultern verteilt. Immobilienfonds können sowohl in Deutschland, in Europa oder auch weltweit investieren.
Grundsätzlich kann man zwei Gruppen von Immobilienfonds unterscheiden:
Geschlossene immobilienfonds
Geschlossene Immobilienfonds sind echte unternehmerische Beteiligungen, bei denen man mit langfristigem Investmentinteresse in eines oder mehrere Objekte einsteigt. Die jeweilige Immobilie wird sehr genau beschrieben und präsentiert. Der Investor erhält eine Eigentumsposition an eben diesem einen Objekt mit allen Chancen und Risiken. Der Begriff des “geschlossenen” Immobilienfonds bedeutet, dass er nicht börsennotiert ist und man nicht börsentäglich verkaufen kann. Stattdessen bemüht sich der Fondsverwalter bzw. -initiator darum, einen Käufer zu finden. Deshalb ist diese Art des Fonds auch ausschließlich für langfristige Anleger gedacht.
Offene Immobilienfonds
Viele dieser offenen Immobilienfonds präsentieren und beschreiben nicht eine einzelne Immobilie, sondern nur die Art der Objekte, in der investiert werden soll. So kann man dann z. B. einen Gewerbeimmobilien oder Einzelhandelsimmobilen-Fonds kaufen und investiert in mehrere Objekte. Diese sind teilweise bei Vertragsabschluss bekannt, teilweise werden diese auch später vom Fondsmanagement ausgesucht.
Rendite durch Mieteinnahmen
Bei beiden Arten von Immobilienfonds ergibt sich der prognostizierte Ertrag aus den jeweiligen Mieteinnahmen sowie der Wertsteigerung der Immobilien. Bei allen diesen angegebenen Erträgen handelt es sich aber nur um erwartete Werte, die auch von der jeweiligen Marktentwicklung z. B. bei den Gewerbeimmobilien abhängen.
Deshalb investiert man zwar bei Immobilienfonds in echte Sachwerte, kann aber die jährliche Ausschüttung nicht so exakt prognostizieren wie bei einem festverzinslichen Wertpapier. Auf alle Fälle hat man aber ein Stück Bausubstanz gekauft und nicht ein undurchsichtiges Zertifikat erworben.